Monday, April 15, 2024
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Europa muss mehr in Windforschung und -entwicklung investieren, um die Klimaziele zu erreichen

Die Europäische Technologie- und Innovationsplattform für Windenergie (ETIPWind) hat ihren neuen dreijährigen Aktivitätszyklus begonnen. ETIPWind unterstützt die Ausrichtung, Koordination und Priorisierung der windenergiebezogenen Forschungs- und Innovationspolitik (F&I) in Europa. Vertreter aus Industrie, Forschern, Hochschulen und politischen Entscheidungsträgern haben diesen Monat bei einer Veranstaltung in Brüssel den neuen 3-Jahres-Zyklus vorgestellt.

Die Europäische Kommission will 510 GW Wind bis 2030 gegenüber heute 190 GW. Gezielte F&I-Investitionen für die Windenergie werden hier entscheidend sein. Sie werden die technologischen Entwicklungen fördern, die erforderlich sind, um die Ambitionen der EU zu verwirklichen. Diese Investitionen unterstützen die europäische Lieferkette, ermöglichen eine stärker zirkuläre Nutzung von Materialien und stellen sicher, dass wir Technologien entwickeln, die für einen immer höheren Anteil erneuerbarer Elektrizität im Energiesystem erforderlich sind.

Europa beheimatet eine große Windenergieindustrie und ist weltweit führend in der Windtechnologie. Aber das können wir nicht als selbstverständlich hinnehmen. Um die Industrie wettbewerbsfähig und innovativ zu halten, ist eine kontinuierliche Unterstützung von Forschung und Innovation erforderlich. In anderen ausgereiften Industrien wie der Luftfahrt und der Automobilindustrie versteht die EU dies. Ohne nachhaltige Unterstützung durch F&I und Industriepolitik wären diese Industrien nicht die pulsierenden Industrien, die sie heute sind. Allerdings ist die F&I-Förderung für Wind in den letzten Jahren zurückgegangen. Durch Investitionen in Forschung und Innovation stellt die EU sicher, dass modernste Windenergietechnologie weiterhin in Europa entwickelt und hergestellt wird.

Einer der Bereiche, in denen F&I einen großen Unterschied machen kann, ist die Nachhaltigkeit. Der Einsatz von Windenergie soll nachhaltig und gut in Natur und Gesellschaft integriert sein. Recycling ist hier ein wichtiges Thema. Bereits heute werden 85-90% der Gesamtmasse moderner Windkraftanlagen recycelt. Aber die Windindustrie strebt 100 % kreisförmige Turbinen an. Die Industrie unternimmt diesbezüglich bereits große Anstrengungen, indem sie recycelbare Klingen einführt.

Eine weitere große Frage ist die Energiesystemintegration. Unsere Netze haben einen massiven Ausbau vor sich, um massiv erneuerbaren Strom einzuspeisen. Das Offshore-Netz ist eine enorme technische Herausforderung, die neue Technologien wie HGÜ integrieren wird. Aber auch das Onshore-Netz muss massiv ausgebaut werden, was innovative Lösungen erfordert. Und das Netz wird durch Speicheroptionen wie große Batterien oder erneuerbaren Wasserstoff unterstützt.

Giles Dickson, CEO von WindEurope, sagte: „Europa muss mehr in F&I für die Windindustrie investieren. Wir sehen derzeit das Gegenteil. Die öffentliche Förderung geht zurück. Der Sektor steht jedoch vor erheblichen technologischen Herausforderungen, die nur mit mehr Forschung gelöst werden können. Die EU will einen massiven Windausbau. Sie müssen dies unterstützen, indem sie die Entwicklung europäischer Technologie aktiv unterstützen.“

Quelle: Wind Europe

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